Reiter- und Jugendcamp 2018 auf Gut Hahnenseifen

 

Am Gründonnerstag trafen wir uns mit sieben Kindern / Jugendlichen und acht Betreuern zum diesjährigen Oster-Camp auf Gut Hahnenseifen in Reichshof.

Nachdem wir von den Hofbesitzern Thomas und Nicole Pütz herzlich empfangen wurden blieb nicht viel Zeit zum Schnacken. Askan, Ashanti & Co. bezogen ihre Boxen und warteten geduldig auf ihren Einsatz – die erste Reitstunde stand an. Die restlichen Teilnehmer richteten die Räumlichkeiten ein und freuten sich gemeinsam auf drei tolle Vereinstage.

Neben den individuell auf Alter und Ausbildungsstand von Pferd und Reiter gestalteten Reitstunden, wurde täglich auch eine theoretische Lerneinheit mit der Gruppe durchgeführt. Fragen rund ums Thema Pferd wurden fachmännisch beantwortet. Zusätzlich zu den Reitstunden in der Halle wurden auch noch verschiedene Lektionen wie Sitzschulung und erste Versuche im Voltigieren angeboten. Auch die erwachsenen Teilnehmer – das Camp war nämlich nicht nur für Kinder / Jugendliche ausgelegt – bekamen in dem parallel laufenden Dressur- und Springlehrgang ausreichend Gelegenheit ihr Können zu verfeinern.

Ruckzuck neigte sich der erste Tag dem Ende und Hunger breitete sich im Camp aus – es stand Pizza auf dem Speiseplan, die jeder nach eigenen Wünschen belegen konnte. Müde Kinderaugen läuteten nach dem ein oder anderen Gemeinschaftsspiel die Nachtruhe ein, denn schließlich ging es früh aus dem Nest – Ponys füttern, frühstücken, sich auf die Reitstunden vorbereiten usw. stand auf dem morgendlichen Programm.

Neben den täglichen Unterrichtseinheiten wurde einiges angeboten, so dass nie Langeweile aufkam. Es wurden Ponys mit Fingerfarben bemalt, ein Kutschenschnupperkurs von unseren beiden Fahrern angeboten, bei dem Interessierte unter fachkundiger Anleitung testen konnten wie ein Gespann zu führen ist, sowie weiteres rund ums Pferd. Die ganz Sportlichen haben ihr Können im Tennis – an der als Netz umfunktionierten Longe – gezeigt. Als Überraschung ging es dann mit der kompletten Mannschaft auf die Freiluft-Kartbahn. Hier konnte sich Groß und Klein in Sebastian Vettel & Co. hineinversetzen und ordentlich auf die Tube drücken.

Erneut hungrig ging es zurück zum Camp wo der Grill angeworfen wurde – Würstchen und Schnitzel lagen zum Bruzzeln bereit. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde dann noch Stockbrot und Marshmallows über dem Feuer geröstet. Spätestens jetzt war kein Platz mehr rund um den Grill frei.

Der Hunger war gestillt, aber die Akkus noch lange nicht leer. Nun kam der nächste Programmpunkt – die Nachtwanderung. Ein paar Teilnehmer wunderten sich, denn einer fehlte in der Gruppe. Das war aber kein Zufall. Mit Pferdedecke bewaffnet machte sich Dennis vorab auf den Weg, ein Geist durfte auf der Nachtwanderung schließlich nicht fehlen. Ein paar Minuten später zog die Rasselbande los ins Düstere. Der Geist hat nicht lange auf sich warten lassen, nach ein paar Metern kam der große Schreck und die dazugehörigen Schreie ertönten laut übers weite Reichshofer Feld. In den Schlafsäcken ließ man die Nachtwanderung und den Schreckmoment nochmal Revue passieren. Alle waren sich einig – es muss Dennis gewesen sein.

Am 3. Tag war das Aufstehen schon etwas langwieriger, müde Kinderaugen blickten aus den Schlafsäcken und die Lust aufzustehen war noch tief verborgen. Am Frühstückstisch „vorbeigeflogen“ ging es in den Stall, denn die letzten Reitstunden des Camps warteten. Viel zu schnell näherte sich das Ende. Kutschpferd Askan wurde angespannt, die anderen Ponys gesattelt und ab ging’s zum gemeinsamen Ausritt.

Zum krönenden Abschluss wurden alle Mitwirkenden zur offiziellen Runde aufgerufen. Mit ein paar persönlichen Worten verbunden erhielten die Teilnehmer Urkunden und Schleifen zur Erinnerung an ein schönes Camp unter Haflinger-Freunden. Auch eine Ehrenurkunde war dabei. Diese erhielt Werner Nyssen, der – eigentlich wie immer – für alle der „Häuptling der Kompanie“ war. Seine emotionalen Schlussworte berührten alle sehr, so dass dem ein oder anderen ein Freuden-Tränchen über die Wange kullerte.

Es war ein gelungenes Camp, danke an alle die dazu beigetragen haben und uns ein schönes Wochenende ermöglicht haben! Nach dem Camp, ist vor dem Camp - wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Dennis Speicher

 
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